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Bericht über ARGE
Forstgenetik Forstpflanzenzüchtung in Teisendorf. Vom
23. bis zum 25. Oktober 2002 fand in Teisendorf/Bayern die 25. Arge
Forstgenetik Forstpflanzenzüchtung statt. Für den VDF e.V. war Jan Krohn
vor Ort. Hauptthema dieser Tagung war die Bedeutung der nach dem kommenden
FoVg- Gesetz neuen Baumarten für den deutschen Forst. Vorträge liefen über
die rechtliche Bedeutung, die Erfüllung des Kontrollauftrages, den Status
der Bedeutung der neuen Baumarten in verschiedenen Bundesländern sowie im
EU Ausland. Weiterhin gab es Vorträge zur Genetik, Züchtung und
Erhaltung bei diesen Baumarten. Die
Anbaufläche für Forstpflanzen ist in NL in den letzten 10 Jahren um ca.
50% reduziert worden (momentan ca. 500 ha). Die
Kategorie Quellengesichert wird in den NL wie folgt definiert:
Identifizierbare Bestände durch Ortsangabe. ca.
Saatgutmengen pro Jahr in NL:
Q. robur 150–200.000 kg, Q. petrea 20-40.000 kg, F. sylvatica 5-15.000
kg, F. excelsior bis 2.000 kg, A. pseudoplatanus bis 500 kg, B. pendula
bis 50 kg, P. avium bis 100 kg, A. glutinosa bis 200 kg. Samenexport
aus NL ca. 25% -davon 70% Q. robur, Pflanzen Export ca. 50 % -davon 10%
Nadelholz. Ein
am letzten Tag auf dem Programm stehendes Diskussionsforum mit Teilnehmern
aus der Landesversuchsanstalt Teisendorf, dem Waldbaureferenten
aus Bayern Herrn Brosinger, Herrn Riedl als Vertreter des größten
privaten deutschen Waldbesitzes (Thurn u. Taxis), Herrn Sailer als
Vorsitzenden des ZÜF Vereins, sowie Jan Krohn (VDF e.V.) sollte sich
eigentlich mit dem Thema Ernteaufkommen, Anzucht und Pflanzenmarkt der
neuen Baumarten befassen. Sehr schnell jedoch entwickelte sich eine
Diskussion über die Existenzängste der privaten Forstbaumschulbranche
mit einem aus unserer Sicht sehr erfreulichem Ergebnis. Hier
möchte ich einige der Stellungnahmen sinngemäß wiedergeben: §
Wir treiben die
Forstbaumschulbranche sehenden Auges in den Ruin. Wir arbeiten ein sehr
gutes System aus, dass, wenn es ausgereift ist, nicht mehr angewandt wird,
da die Forstbaumschulen alle von uns getötet wurden. Wir müssen dafür
sorge tragen, das es der Branche wieder besser geht. (FD H.A. Hewicker /
Schleswig-Holstein) §
Es ist ein Versagen
unserer Generation das an Aufforstung gespart wird. Warum gehen wir nicht
in die Politik, wenn wir hören, das in Schleswig Holstein die Förderung
für Waldneubildung eingestellt werden soll. (Prof. Dr. G. Müller-Starck
/ Bayern) §
Es kann doch nicht
sein, dass in den letzten Jahren das Wort Forstpflanzenzüchtung eher zu
einem Schimpfwort geworden ist. Weltweit wird in Züchtung investiert. Nur
im deutschen Forst ist das nicht der Fall. Wir müssen gutes Material
erzeugen. Nur das kann unser Ziel sein. Aus Wildlingsvermehrung gewonnenes
Material zählt in keinem Fall hierzu. (Prof. Dr. W. Spethmann /
Niedersachsen) §
Wir als Generhalter
und Forstpflanzenzüchter sind für die Branche verantwortlich. Wir müssen
um entsprechende Aufforstungsprogramme kämpfen. (Dr. Heino Wolf /
Sachsen)
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